Binninger Anzeiger
Buchdruckerei Lüdin AG

Kirchweg 10
CH-4102 Binningen

Tel. 061 421 25 80
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  100 Jahre Binninger Anzeiger  

  

100 Jahre Binninger Anzeiger

100 Jahre Binninger Zeitgeschichte  feiert dieses Jahr Geburtstag.

 

Liebe LeserInnen,

Sehr geehrte InserentInnen,

Sehr geehrte KundInnen,

Ein erfolgreiches Jahr mit dem 140jährigen Jubiläum der Buchdruckerei Lüdin AG liegt hinter uns. Während dieser 140 Jahre prägten, nebst Drucksachen aller Art, seit dem Gründungsjahr auch immer Zeitungen den Druckereialltag. Deshalb ist auch das 2013 für uns ein Jahr, in welchem wir stolz sein dürfen, können wir doch den 100. Geburtstag des Binninger Anzeigers feiern.

Vorgeschichte

100 Jahre sind für eine Gemeindezeitung, welche seit ihrer Gründung in Familienbesitz ist, nicht selbstverständlich. Die Zeitungsgeschichte der Buchdruckerei Lüdin AG, reicht jedoch noch weiter in die Vergangenheit zurück. So gab unsere Druckerei bereits 1872 die erste Zeitung heraus, das «Wochenblatt», Allgemeiner Anzeiger für Basel-Land und Basel-Stadt, welches dreimal pro Woche erschien, am Sonntag sogar mit der Extrabeilage, dem «Plauderstübli». Mit diesem Titel wurde der Grundstein für die nachfolgende lange Zeitungstradition gelegt, welche heute bereits in den Händen der 4. und 5. Generation ist. Heute kaum mehr vorstellbar, war das Wochenblatt für viele Menschen die einzige Informationsquelle überhaupt und daher von höchster Bedeutung für seine Abonnenten und das Gewerbe, welches seine Inserate an dieser wichtigen Stelle platzierte.

Nach 17 Jahren des Bestehens des Wochenblattes wurde die Frage immer lauter, warum sich die Zeitung immer noch Wochenblatt nenne, obwohl es dreimal wöchentlich erschien. Deshalb änderte das Wochenblatt auf Januar 1889, im 18. Jahrgang, seinen Titel in «Basellandschaftlicher Volksfreund», um sich so den Bedürfnissen seiner Leserschaft anzupassen.

Durch tragische Todesfälle in der Familie entstand eine nicht zu deckende Lücke. Deshalb entschied Jakob, ein Redaktionskomitee zu gründen, in welchem er hauptverantwortlicher Redaktor blieb. So hatte er etwas mehr Zeit, die übrigen Aufgaben der Druckerei zu bewältigen. Durch das vielseitige Engagement in der Gemeinde Binningen, verwurzelte sich die Familie immer mehr mit Binningen. Durch diese Verbundenheit konzentrierte sich auch die Zeitung immer mehr auf Binningen. Deshalb plante Jakob mit seinem Sohn Jacques eine Zeitung nur für Binningen, das «Binninger Anzeigenblatt», zu gründen.

Gründung des Binninger Anzeigenblattes

Am 27. September 1913 erschien das «Binninger Anzeigenblatt» erstmals. Die neue Zeitung fand reges Interesse in der Bevölkerung. Der ortsbezogene Inhalt und die Aufmachung begeisterten auf Anhieb. Dies waren die Anfänge des heutigen Binninger Anzeiger. Das Binninger Anzeigenblatt war ein neutrales, unpolitisches Publikationsmittel für Behörden, Vereine, Hausbesitzer und Private. Mit verschiedensten Veränderungen in Ausgabehäufigkeit und Aufmachung passte es sich laufend den aktuellen Gegebenheiten wie Kriege und gesellschaftliche Veränderungen an.

Noch während des Krieges im Mai 1941, übernahm Walter mit seiner Ehefrau den Familienbetrieb in der 3. Generation. Mit der schon lange gewünschten Formatvergrösserung, änderte sich auf den 1. Januar 1945 auch der Name «Binninger Anzeigenblatt» in «Binninger Anzeiger». Wenn es auch sein Kleid veränderte, blieben seine absolute Neutralität und Parteilosigkeit erhalten. Aufgrund der grossen Verbundenheit von Walter Lüdin zu den Binninger Vereinen fanden deren Mitteilungen und Berichte vermehrt Platz in seinem «Blettli». Ab 1945 wurde den Abonnenten des Binninger Anzeigers der beliebte «Feierabend» beigelegt. Alle 2 Wochen erschien eine Gross-Auflage mit amtlichen Publikationen. Der Feierabend war ähnlich wie das Plauderstübli und enthielt allerlei Interessantes, Humor und Kreuzworträtsel.

Nach dem Tod von Walter Lüdin im Jahre 1980, stand der 4. und 5. Generation eine grosse Aufgabe bevor. Aus technischer Sicht, änderte sich in den vergangenen 136 Jahren der Handsatz auf Maschinensatz und der Handtiegel wurde durch den automatischen Tiegel abgelöst. In den 80er Jahren wandelte sich die Schwarze Kunst im Familienbetrieb allerdings am grundlegendsten. So erweiterte man die Setzerei mit Fotosatz und die Druckerei mit Offset-Maschinen. Der neue Produktionsweg ermöglichte einen kürzeren Inserate- und Textschluss. Vor nicht allzu langer Zeit löste der Computer dann auch noch das Fotosatzsystem ab. Die Texte tippte man nicht mehr ab, sie wurden gescannt und die Zeitung am Bildschirm erstellt. Manuskripte konnten per Fax und seit 1999 per E-Mail empfangen werden. Auch die neuen Medien hielten unaufhaltsam Einzug, so besitzt der Binninger Anzeiger seit Januar 2000 auch eine eigene Webseite.

Vor zehn Jahren erreichte den Binninger Anzeiger eine der wohl härtesten Mitteilungen. Die Gemeinde Binningen schrieb in einem «öffentlichen Submissionsverfahren» ihre Amtlichen Publikationen im Binninger Anzeiger aus. Da der Binninger Anzeiger auf diesen öffentlichen Auftrag der Gemeinde angewiesen ist, stand die Existenz des Betriebes auf Messersschneide. Um konkurrenzfähig zu bleiben modernisierte man gewisse Bereiche erneut. Am 15. Januar 2003 wurde bekannt, dass der Zuschlag für die Amtlichen Publikationen der Gemeinde Binningen an uns vergeben wurde. Der Gemeinderat begründete seine Entscheidung damit, dass der Binninger Anzeiger das «beste Preis-/Leistungsverhältnis» aufweisen würde. Mit grosser Freude feierte der Familienbetrieb damals dieses Ereignis. Mit der Mehrfarbigkeit der Zeitung zu diesem 90jährigen Jubiläum, vollzog der Binninger Anzeiger seine wohl grössten Änderungen in der Geschichte. Bunt, mit neu überarbeitetem Kopf und Neuerungen in Inhalt und Erscheinung erfreut er seither seine Leser-
innen und Leser.

Zukunft

100 Jahre ist ein stolzes Alter in einer sich so rasant verändernden Zeit wie dem letzten Jahrhundert. In wohl keiner Zeitepoche ereignete sich in so kurzer Zeit so viel Fortschritt und Veränderung. Uns selbstverständlich scheinende Dinge des Alltags sind nicht älter als der Binninger Anzeiger. Im Jahr 1920 konnte in der Schweiz das erste Radioprogramm empfangen werden. Die ersten Fernsehbilder mussten gar bis zu ihrer Einführung bis ins Jahr 1953 warten.

Heute stehen wir ebenfalls in einer bahnbrechenden Zeitepoche. Die Entwicklung der Medienwelt schreitet sehr schnell voran. Informationen begleiten uns immer und überall über Smartphones und iPads. Wir erfahren von einer Katastrophe oder einem Erdbeben praktisch live, während es passiert. Noch nie waren die Informationen über jedes erdenkliche Ereignis so vielfältig, ausführlich, weltumspannend und sofort verfügbar wie heute. Aus einem riesigen Sortiment von Zeitungen, Zeitschriften und elektronischen Medien gilt es, die auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnittenen Informationen aus der unendlichen Flut herauszupicken. Auch wenn wir überall alles wissen, was auf der Welt passiert, so sehr möchten wir auch wissen, was direkt im Ort los ist. Der Wunsch nach der ortsbezogenen Information wird bleiben und somit auch das Interesse an einer eigenen Dorfzeitung.

Medien herauszugeben ist ein hartes Brot. Zu all diesen Herausforderungen warten auch immer wieder finanzielle Herausforderungen auf einen Zeitungsverlag, sei dies durch die Entwicklung der Technik oder durch andere äussere Einflüsse. So kämpft der Binninger Anzeiger wahrscheinlich auch nächstes Jahr wieder mit der erneuten Submission von der Gemeinde Binningen für ihre Amtlichen Publikationen im Binninger Anzeiger. Mit viel Ehrgeiz und Tatendrang werden wir auch diese Hürden zu meistern versuchen um Ihnen liebe Leserinnen und Leser weiterhin spannende, unterhaltende und vor allem informative Lektüre aus und um Binningen zu liefern. Für das Jubiläumsjahr des Binninger Anzeigers haben wir ein paar spannende Sachen geplant, über welche wir Sie an dieser Stelle im Laufe des Jahres informieren.

Dank und Aufforderung

Wir danken Ihnen allen für die Treue und Sympathie, welche Sie uns in dieser langen Zeit entgegen bringen! Der Binninger Anzeiger soll auch weiterhin eine Zeitung von und für Binningerinnen und Binninger sein. Wir freuen uns deshalb weiterhin über einen spannenden Dialog mit der Bevölkerung und möchten Sie liebe Leserinnen und Leser erneut aufrufen, uns zu melden, was Sie bewegt. Auch freuen wir uns über Hinweise aus Ihren Reihen, wenn Binningerinnen und Binninger Besonderes geleistet haben, über was wir berichten sollten. Unser Appell geht auch an alle Binninger Vereine und Institutionen, weiterhin so tatkräftig Beiträge zu bringen, gerne auch mit Bild, damit der Binninger Anzeiger auch weiterhin vielseitig berichten kann. Vielleicht sind Sie auch ein kleiner Verein und suchen neue Mitglieder? Auch für solche Anliegen haben wir immer ein offenes Ohr und freuen uns über Ihre Vorstellung. Sie erreichen uns auf dem üblichen Postweg (Kirchweg 10, Binningen) oder per Mail This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.. Wir freuen uns auf Sie!

Wir wünschen allen LeserInnen, InserentInnen und KundInnen alles Gute für das kommende Jahr und freuen uns, wenn Sie uns auch weiterhin Ihre Aufmerksamkeit und Treue schenken.

                                                     Buchdruckerei Lüdin AG, Binningen
                                                     Nicole Schweighauser
                                                     Redaktionsleitung Binninger Anzeiger